Verarscht!

13. September 2006

Energie-Kosten – wo treiben sie uns hin?

Filed under: Energie,Konzerne,Politik — Gerhard Lehnhoff @ 11:05

Erst in den letzten Tagen wird vielen Verbrauchern bewusst, dass die Gaspreise wieder gestiegen sind. Du musst allerdings aktiv werden und bei dem Versorger nachfragen, denn freiwillig teilt er die durchschnittliche Preiserhöhung gegenüber dem Vorjahr von fast 20% nicht mit.Die realen Gas-Kosten stiegen in den letzten 4 Jahren um ca. 16% jährlich. Geht dieser Trend so weiter, verdoppeln sich die Preise alle 6 Jahre. Lange kalte Winter und unbeständige Sommer tun ihr eigenes dazu, dass sich die tatsächlichen Kosten sogar alle 5 Jahren verdoppeln. Hast du sich schon ernsthaft gefragt, wie du das überleben wollen? Willst du in Zukunft nur noch ein Zimmer beheizen? Erhöht sich dein Gehalt, deine Rente oder dein Arbeitslosengeld auch um das doppelte alle 5 Jahre?

Die Versorger machen satte Gewinne. Du musst also kein schlechtes Gewissen haben, wenn du dich wehrst. Schätzungsweise 1.500 Verweigerer gibt es bereits im Main-Kinzig-Kreis, die die neuen Preise und Abschläge nicht zahlen. Sie zahlen einfach den alten Preis weiter. Und bis hoch zum Bundesgerichtshof gibt man ihnen Recht. Und nein, du bekommst auch nicht das Gas abgestellt, denn die Energieversorger können die so genannte Billigkeit nicht nach weisen. D. h. sie können nicht darstellen, warum die Energie so viel kosten soll.

Was kansst du sonst noch tun? Spreche deine örtlichen politischen Repräsentanten an. Mache ihnen dein Problem bewusst. Investiere, wenn du es kannst. Solarunterstützung mit neuem Brennwertkessels bringt viel, eine Wärmepumpe scheinbar noch mehr, wenn man bedenkt, dass Gas- und Ölpreise mit jährlich geschätzten 12% doppelt so schnell steigen, wie der Strompreis mit geschätzten 5%. Beides ist aber teuer (um die 20.000€ – 25.000€). Vielleicht steckst du dein Geld auch in eine bessere Isolierung deines Eigentums. Oder überzeuge deinen Vermieter. Nur der wird alle Maßnahmen natürlich auf die Miete umschlagen (müssen).

Dennoch, ohne dass der Verfasser dich demoralisieren möchte, bei der nächsten Preiserhöhung stehst du wieder da, wo du vorher warst.

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