Verarscht!

1. Februar 2007

Verarscht! … Private Krankenversicherung

Filed under: Gesundheit, KV,Politik — Gerhard Lehnhoff @ 21:11

Ich kann es nicht mehr hören, das Märchen von den Privatversicherten, die die gesetzlich Versicherten ausnutzen. Wir zahlen für eine 6-köpfige Familie zur Zeit 1.400€ monatlich. Jedes Jahr steigt der Betrag um etwa 10%. Kommt die geplante Gesundheitsreform der Mit-Ulla-Schmitts-Kopf-durch-die-Wand-Liga, haben uns unsere Versicherungen bereits eine Erhöhung von bis zu 36% angedroht. Viele von uns wissen nicht mehr, wie sie das bezahlen sollen. Speziell im Rentenalter, oder wenn wir arbeitslos werden, haben wir ein böses Problem. Da werden noch viele von uns ihren Versicherungsschutz verlieren, weil sie nicht mehr in der Lage sind, ihn zu bezahlen.

Der Abschluss eine privaten Krankenversicherung ist ein großer Fehler gewesen, der leider nicht mehr rückgängig zu machen ist. Private Krankenversicherungen rentieren sich laut Finanztest nur für Beamte. Selbst Singles haben auf die ganzen Lebensjahre gerechnet keine finanziellen Vorteile.

Ich kann nur jedem davon abraten, aus der Gesetzlichen auszutreten. Lieber eine Zusatzversicherung abschließen, das bringt mehr.

Und wenn wir gerade bei dem Thema sind, ich habe auch noch nicht erlebt, dass ich bei einem Arzt früher als andere dran gekommen wäre, nur weil ich privatversichert bin. Und auch die Leistungen der Privatversicherungen gehen immer weiter nach unten und gleichen sich langsam denen der gesetzlichen an.

Kurz gesagt: Private Krankenversicherungen sind ein flop!

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3 Kommentare »

  1. Hallo Herr Lehnhoff,

    1. Wenn Ihr Beitrag jedes Jahr um 10% steigt haben Sie sich wohl die falsche Gesellschaft ausgesucht!
    2. Die 36%ige Erhöhung wird nicht kommen. Hier wurde nur groß von den Privaten getönt.
    3. Sie zahlen den Beitrag für eine sechsköpfige Familie weil Ihre Familie wohl so groß ist, eigentlich ist das nur gerecht. (Sechs Personen verursachen nun mal mehr Kosten wie Einer). Am Rande sei erwähnt, dass wenn Sie und Ihre Frau beide angestellt wären und über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen würden rund 1.150,- Euro in die GKV zahlen würden. Aber zugegeben, Sie waren schlecht beraten sich privat zu versichern – meine Beratung hätte da sicher anders ausgesehen. (ja, ich bin vom Fach)
    4. Der Finanztestartikel ist leider sehr undifferenziert – ebenso wie Ihre Aussage. Die erhebliche besseren Leistungen der Privaten fallen einfach unter den Tisch, ebenso die Tatsache, dass gesetzlich versicherte Rentner auch aus anderen Einkünften den vollen (!!!) Beitragssatz zahlen müssen (z.B. Betriebsrenten, Auszahlungen aus Direktversicherungen)
    5. Die Leistungen der Privaten sind garantiert! Wie kommen Sie auf einen solchen Unsinn? Das Einzige was sich ändern kann ist der Beitrag und der Selbstbehalt!
    6. Die PKV mit 8 Mio. Versicherten hat über 100 Milliarden an Alterungsrückstellungen, die GKV? Richtig: Null! Die GKV wird sich noch zu Tode reformieren, aber so lange die nicht merken, dass die Kapitaldeckung das Einzig richtige ist, sehe ich schwarz.

    Fazit: In Ihrer Situation wäre sicherlich die GKV die bessere Wahl gewesen, den Rest muss man sehr viel differenzierter betrachten als Sie (und Stiftung Warentest) das tun.

    Gruß

    Volker Müller

    Kommentar von Volker Müller — 13. März 2007 @ 09:39 | Antwort

  2. Mittlerweile sind wir bei ca. 1.700€ im Jahr und das, obwohl wir teilweise uns anders haben einstufen lassen (größerer Selbstbehalt). Die neue Gesetzgebung stellt jetzt allerdings sicher, dass diese Aufwände (zum Teil) als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können. Dafür können wir dann aber andere Aufwände nicht mehr absetzen.

    Insgesamt stieg der Beitrag einer unserer Versicherungen (1 Erwachsener, 2 Kinder) von 2000 bis 2010 um 65,2%, bis 2011 auf 79,1%, wäre ich nicht in einen anderen Vertrag mit größerem Selbstbehalt geflüchtet (74,6%).

    Die Steigerungen im Einzelnen der letzten Jahre jeweils zum Vorjahr und nur für eine (obige) Versicherung (wir haben zwei verschiedene):
    – 2011: 8,4% (wenn ich den alten Vertrag beibehalten hätte)
    – 2010: 8,6%
    – 2009: 8,2%
    – 2008: -0,7% (durch Vertragsänderung)
    – 2007: 6,7%

    Kommentar von Gerhard Lehnhoff — 17. Februar 2011 @ 12:06 | Antwort

  3. Mittlerweile sind wir bei weit über 2.000€/Monat, hohe Eigenbeteiligungen im Jahr (auch über 2.000€) nicht mit gerechnet.

    Kommentar von Gerhard Lehnhoff — 9. November 2016 @ 19:22 | Antwort


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