Verarscht!

16. Januar 2008

5,42 Mill. Steuerpflichtige mit weniger als 1.000€

Filed under: Arbeitsplätze,Konzerne,Steuern — Gerhard Lehnhoff @ 10:28

Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen für 2003 bereit gestellt (wobei zusammen veranlagte Ehepartner als ein Steuerpflichtiger anzusehen sind):

  • 10% der Steuerpflichtigen mit der Summe an jährlichen Einkünften von über 65.950€ zahlten über 50% der deutschen Gesamt-Einkommensteuer.
  • 1% der Steuerpflichtigen mit der Summe an jährlichen Einkünften von über 162.200€ zahlten 20% der deutschen Gesamt-Einkommensteuer.
  • 20% der Steuerpflichtigen mit den geringsten jährlichen Einkommen von max. rund 11.100€ zahlten etwa 0,1% der deutschen Gesamt-Einkommensteuer.

Bei in 2003 27,1 Millionen Steuerpflichtigen ergibt sich auch folgendes:

  • 10% = 2,71 Millionen Steuerpflichtige hatten ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 65.950€ jährlich (ca. 5.495€ monatlich).
  • 1% = 271 Tausend Steuerpflichtige hatten ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 162.200€ jährlich (ca. 13.516€ monatlich).
  • 20% = 5,42 Millionen = 1/5 der Steuerpflichtigen hatten ein zu versteuerndes Einkommen von max. 11.100€ jährlich (ca. 925€ monatlich).

Achtung: Zu versteuernde Einkünfte ist nicht gleich Brutto-Gehalt. Das liegt (speziell bei höher Verdienenden i.d.R. wesentlich) höher. Genauso wenig ist das zu versteuernde Einkommen das Netto-Gehalt, denn hier entstehen ja noch Steuern und Sozialabgaben (bei sehr niedrigen Einkünften sind diese aber auch gering).

Quelle: Wirtschaftsraum Main-Kinzig, Nov 2007
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9. Dezember 2007

60.000.000€ für Porsche-Chef

Filed under: Arbeitsplätze,Konzerne — Gerhard Lehnhoff @ 19:16

Geschätzte 60 Millionen € bekommt der Porsche-Chef im Jahre 2007. Das sind 5 Millionen pro Monat!

Quelle: Bonn direkt, 09.12.2007 

20. November 2007

Fast 10% mehr für „unsere“ Abgeordneten

Filed under: Arbeitsplätze,Politik — Gerhard Lehnhoff @ 13:11

Mit den Stimmen der SPD und der CDU/CSU genehmigen sich unsere gewählten Abgeordneten in Zeiten immer größerer Armut eine satte Gehaltserhöhung von fast 10%.

Hinzu kommt die monatliche Steuerpauschale von 3.720,- und die Altersversorgung, von der der Normalbürger nur träumen kann. Und dann gibt es kaum einen Abgeordneten, der keine „Nebeneinkünfte“ hat.

26. Oktober 2007

77% mehr Gehalt für Bahn-Chef

Filed under: Arbeitsplätze,Auto, Verkehr,Konzerne — Gerhard Lehnhoff @ 13:15

Während die Lokomotivführer für 31% mehr Gehalt streiken und damit ihr durchschnittliches Gehalt von 2.500€/mntl. aufbessern wollen, haben sich Bahn-Chef Mehdorn und Konsorten 77% genehmigt. Mehdorn bekommt jetzt geschätzte 3 Mio jährlich, das sind 250.000€ monatlich oder 8.333€ am Tag. Mehdorn bekommt also das 100-fache eines Lokomotivführers.

Das ist aber noch nicht alles. Mehdorn hat auch so gut wie keine Ausgeben. So fährt er z. B. umsonst 1. Klasse Bahn, wenn er denn mal Bahn fährt, und hat einen dicken Geschäftswagen.

23. Dezember 2004

Hast du gewusst … dass die Einsparungen bei VW …

Filed under: Arbeitsplätze,Konzerne — Gerhard Lehnhoff @ 23:00

… im Jahre 2004 von 1 Milliarde Euro, die alleine die Arbeitnehmer zu tragen haben, so ziemlich genau die Fehlinvestition des Managements in Bugatti und Phaeton ist?

23. Dezember 2003

Hast du gewusst … warum die Bundesanstalt für Arbeit über 70.000.000,00 € für einen Internetauftritt zahlt?

Filed under: Arbeitsplätze,Politik — Gerhard Lehnhoff @ 22:49

70.000.000,00 €. Man muss sich erst mal den Betrag verinnerlichen. 70.000.000,00 € für einen Internetauftritt. Jeder, der in diesem Geschäft ist, fragt sich sofort, wie kann das sein?

Eine überaus imkompetente Regierung verschenkt die Gelder, die den Arbeitslosen zustehen würden, an einige Unternehmen. Wer da wohl wieder alles mitverdient hat?

Selbstbedienung Deutschland. Und der Kleine zahlt’s.

1.04.2004: Mittlerweile sind es 165.000.000,00 €

2. November 2003

Hast du gewusst … wer mehr bietet? 40, 42, 45 Stunden?

Filed under: Arbeitsplätze,Konzerne,Politik — Gerhard Lehnhoff @ 22:42

Auf die Arbeitsplätze …

… fertig, los! Um Deutschland aus der Krise zu führen, sollen die Beschäftigten jetzt mehr und länger arbeiten. Lohnverzicht durch die Hintertür.

Wer bietet mehr? 40 Stunden, 42 Stunden, 45 Stunden?

Das höchste Gebot gab diese Woche CSU-Wirtschaftsexperte Johannes Singhammer ab. Der Ministerialrat a. D. aus München ist nicht Dieter Bohlen und hat es eher schwer, Schlagzeilen zu machen. Aber wer 48 Stunden für alle in der Woche fordert, schafft es auch auf die Titelseiten des Boulevards. Wer bietet mit?

45 Stunden müssten schon drin sein, findet SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend. Für das Wachstum.

40 Stunden bei gleichem Lohn fordert CDU-Chefin Angela Merkel. Für die Wettbewerbsfähigkeit.

Eine Stunde mehr will auch Ex-Arbeitsminister Walter Riester (SPD) – allerdings für die Rente.

Und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement macht seinem „Super“ alle Ehre und will die Arbeitszeit am liebsten in der Woche, über das Jahr und eigentlich generell im ganzen Leben verlängern.

Quelle: Welt am Sonntag – 02.11.2003

120.000 fehlende Ausbildungsplätze, zig-tausende fehlende Arbeitsplätze, Deutsche Telekom und Opel kündigen Kurzarbeit an – die Alternative wären Entlassungen … und unsere Politiker überschlagen sich publizistisch in dem Irrglauben, wir müssten länger arbeiten, die wenige Arbeit also, die es gibt, unter noch weniger Arbeitnehmern aufteilen. Es ist gefährlich für unsere Gesellschaft, dass Politiker nicht in der Lage sind, die Komplexität des Themas zu erkennen.

10. August 2003

Hast du gewusst … was Politiker erzählen (Minister Clement garantiert jedem Bewerber eine Lehrstelle bis Ende 2003)

Filed under: Arbeitsplätze,Politik — Gerhard Lehnhoff @ 22:34

Berlin – Jedem der rund 40 000 jungen Menschen, die in Deutschland noch immer eine Lehrstelle suchen, verspricht Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) bis Jahresende einen Ausbildungsplatz. Wer dieses Angebot allerdings nicht annimmt, so Minister Clement, solle keine Unterstützung mehr bekommen.

Quelle: Welt am Sonntag, 10.08.2003

Das hat Herr Kohl auch schon versprochen. Na denn, Herr Minister, warten wir es ab…

1.11.03 – Tagesschau: Es fehlen aktuell 120.000 Ausbildungsplätze.
1.04.04 – Tagesthemen: Clement sagt im Nebensatz, dass Ende 2003 30.000 Ausbildungsplätze gefehlt hätten. Tja, was interessiert ihn sein Geschwätz vom 10.08.2003?

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